
Ihr Lieben,

es ist schon eine ganze Weile her, dass ich meinen letzten Blogbeitrag verfasst und veröffentlichet habe. Geschuldet ist das nicht zuletzt der Ausnahmesituation, in der sich die Welt (zumindest aber meine Welt) seit dem 7. Oktober 2023 befindet und die mich (ebenso wie viele andere Personen meines sozialen Umfelds) seither in eine anhaltende Unruhe versetzt hat, wie ich sie bisher noch nicht erlebt habe (und das, obwohl wir ja vor nicht allzu langer Zeit die Ausnahmesituation namens SARS-CoV-2-Pandemie hinter uns gebracht haben). Mehr als einmal habe ich mir in dieser Zeit überlegt, dass es hilfreich sein könnte, die vielen Gedanken und Gefühle aufzuschreiben, die mich tagtäglich im Zusammenhang mit dieser Krise umtreiben. Bisher habe ich allerdings davon Abstand genommen, weil einfach so unglaublich viel zu diesem Themenkomplex durch die Medien und sozialen Netzwerke geistert, dass mein potenzieller Leserkreis wohl allzu übersättigt davon sein dürfte und ein weiterer Beitrag aus meiner Feder insofern wohl sang- und klanglos in der Masse der Beiträge untergehen würde.
Leider hat sich die Situation — und mit ihr die emotionale Belastung — seither eigentlich nur verschlimmert — und zwar ziemlich drastisch. Das unsägliche Pogrom vom 7. Oktober — ein Terrorakt, bei dem etwa 3.000 palästinensische Terroristen gefolgt von einer unbekannten Zahl palästinensischer Zivilisten rund 1.200 israelische Menschen (davon knapp 800 Zivilisten) auf bestialische Weise misshandelt und ermordet sowie über 250 in den Gazastreifen verschleppt haben — hat letztlich in vollkommen absurder Weise dazu geführt, dass sich seitdem ein weltweiter Hass gegen Israel und die Juden entlädt, wie er seit der Shoah nicht gesehen ward. Ja, richtig gelesen: nicht etwa die bestialisch agierenden palästinensischen Terrororganisationen, die für dieses einzigartige Verbrechen verantwortlich sind, sondern ihre Opfer, also Israelis, und mit ihnen Juden auf der ganzen Welt, sind zum Ziel ungezügelter Anfeindungen, weiterer Gewalttaten, leidenschaftlicher Proteste und sogar regelmäßiger Verurteilungen durch alle möglichen Gremien der Vereinten Nationen geworden. Das ist in etwa so, als verurteile und protestierte man gegen ein Vergewaltigungsopfer wegen der Leiden seines Vergewaltigers in der Untersuchungshaft, nur weil das Opfer ihn angezeigt und vor Gericht gebracht hat.
Im Zentrum der Kritik steht insbesondere der durch das Pogrom provozierte Verteidigungsfeldzug der israelischen Armee, der zu einem der bisher längsten und verlustreichsten Kriege in der gesamten Geschichte des israelisch/arabischen Konflikts geführt hat. Rund um diesen Krieg, der neben dem eigentlichen Schlachtfeld zu einem Gutteil auch und gerade in den Medien (und dabei vor allem in den sozialen Medien) ausgetragen wird, ranken sich eine Fülle von Narrativen, mit denen versucht wird, die Weltöffentlichkeit – und mit ihr die Köpfe der Weltpolitik – dazu zu verleiten, die durch das palästinensische Pogrom ausgelöste Verteidigungsoperation der israelischen Armee in perfider Weise als völkermordartigen Vernichtungskrieg gegen die palästinensische Bevölkerung darzustellen — gewissermaßen so, als wäre nicht der Brandstifter das Problem, sondern die Feuerwehr, die den vorsätzlich gelegten Brand löschen muss.
Sowohl diese offensichtliche Absurdität als auch die mit ihr einhergehenden Narrative beschäftigen mich seit Monaten außerordentlich intensiv und haben dabei für mich immerhin zu beträchtlichen Erkenntnisgewinnen hinsichtlich der Hintergründe und Ursachen dieser Situation geführt, die ich hiermit dann doch gerne mit Euch teilen möchte. Dabei möchte ich mich auf drei wesentliche Aspekte konzentrieren:
- Die entschiedene Widerlegung der genannten Narrative anhand einer klaren Darlegung objektiv belegbarer Fakten. Dabei soll deutlich werden, dass der Staat Israel nach dem unsäglichen Pogrom vom 7. Oktober das ebenso klare wie berechtigte Ziel verfolgt, den palästinensischen Terror aus dem Gazastreifen ein für alle Mal zu eliminieren und insofern zu erwirken, dass die Menschen in Israel ebenso wie die Zivilbevölkerung im Gazastreifen nachhaltig frei von Angst vor Terror und Gewalt leben können. Insbesondere möchte ich dabei deutlich machen, dass die israelische Armee den aktuellen urbanen Krieg mit einer weltweit einzigartig niedrigen Quote an zivilen Kollateralschäden betreibt, was insbesondere vor dem Hintergrund der von der Hamas gezielt und massiv betriebenen Verwendung der Zivilbevölkerung in Gaza als menschliche Schutzschilder sowie der extrem weitreichenden Einbettung ihrer militärischen Infrastruktur in zivile Einrichtungen wie etwa Krankenhäuser, Kindergärten und Wohnhäusern eine in der Weltgeschichte nie dagewesene militärische Herausforderung an die israelische Armee stellt und sie häufig dazu zwingt, eigene militärische Vorteile zur Schonung der Zivilbevölkerung zu verspielen.
- Die schlüssige Darlegung der Tatsache, dass es nicht allein die Hamas ist, die sich die restlose Vernichtung des Staates Israel auf die Fahnen geschrieben hat, sondern dass dieses Ziel von Anfang an und bis heute ungebrochen das eigentliche identitätsstiftende Bestreben der palästinensischen Bewegung als Ganzes ist.
- Die Klärung der Frage, warum die offensichtlich sachlich falschen Verunglimpfungsnarrative gegen Israel weltweit auf fruchtbaren Boden fallen und insbesondere von vielen an sich gebildeten Kreisen der westlichen Welt dankbar aufgenommen werden.
Das ist dann schon eine ordentliche Menge Stoff, so dass ich beschlossen habe, meine Gedanken auf zwei Blogbeiträge aufzuteilen. Der hiesige Beitrag wird sich dabei mit der Mythenwiderlegung aus Ziffer 1 befassen, während der zweite Teil dieser Minibeitragsserie sich mit den Ziffern 2 und 3 befassen wird — also mit dem Nachweis, dass die Eliminierung Israels bis heute identitätsstiftendes Ziel der Palästinenser als Ganzes ist sowie mit den Überlegungen zur Frage, warum die aktuellen Diffamierungen Israels weltweit auf derart fruchtbaren Boden fallen.
Beginnen wir nun also mit der Widerlegung der Narrative. Dazu möchte ich zunächst noch einmal kurz rekapitulieren, wie der aktuelle Gaza-Krieg überhaupt angefangen hat.
Bestandsaufnahme

Erinnern wir uns: das Pogrom vom 7.10.2023 begann mit einem intensiven Raketenbeschuss auf überwiegend zivile Einrichtungen in Israel durch palästinensische Terroristen ab den frühen Morgenstunden. Im Verlauf des Tages sind dabei vermutlich um die 3.000 Raketen auf Israel abgeschossen worden. Das an sich wäre ja schon mehr als schlimm genug gewesen. Aber es kam eben noch viel schlimmer: Nahezu zeitgleich brachen schätzungsweise rund 3.000 bewaffnete Kämpfer verschiedener palästinensischer Terrororganisationen an bis zu 30 Stellen durch den Schutzzaun entlang der israelischen Grenze zum Gazastreifen und griffen neben einer Militärbasis und einer Polizeistation rund fünfzehn von Zivilisten bewohnte bzw. genutzte Ortschaften an. Dabei haben die Terroristen rund 1.200 Menschen nach teilweise unsäglichen Misshandlungen auf oft extrem bestialische Weise ermordet, rund 3.400 Menschen verletzt und rund 240 Menschen in den Gazastreifen entführt. Das Ganze räumliche Ausmaß dieser Verbrechen ist hier minutiös dokumentiert. Erst Stunden nach den ersten Angriffen gelang es der Israelischen Verteidigungsarmee (IDF), die Orte des Geschehens zu erreichen und die Angriffe zurückzudrängen. Insgesamt dauerte es bis zum 10. Oktober, bis die IDF die volle Rückerlangung der Kontrolle über die betroffenen Gebiete vermelden konnte.
Die von den Terroristen an ihren Opfern begangenen Verbrechen sind auf unzähligen Videomitschnitten dokumentiert, welche vor allem die Terroristen selbst mit Hilfe von Actioncams und Smartphones während des Pogroms angefertigt und anschließend häufig mit Stolz und Euphorie (!) auf sozialen Medien verbreitet hatten. Neben dem extrem kaltblütigen, wahllosen Mord an älteren Menschen, Kindern, Frauen und Männern – oft vor den Augen ihrer Angehörigen – wurde über unzählige Fälle von sexualisierter Gewalt und Verstümmelung der Opfer vor und nach deren Ermordung berichtet. Außer den bewaffneten Terroristen ist zudem eine noch unbekannte Zahl an Zivilisten vom Gazastreifen aus in das israelische Territorium vorgedrungen und hat die von den Terroristen überfallenen Dörfer geplündert sowie Menschen von dort nach Gaza verschleppt und für Geld als Geiseln an die palästinensischen Terrororganisationen verkauft. Auch von Fällen sexualisierter Gewalt gegen überlebende Zivilisten in den überfallenen Dörfern ist die Rede.
Bei dem Pogrom vom 7. Oktober handelt es sich nicht nur um das größte Massaker an Juden nach der Shoah, sondern zudem auch um den Terroranschlag mit den drittmeisten Opfern in absoluten Zahlen bzw. den mit Abstand meisten Opfern pro Kopf der zugehörigen Landesbevölkerung seit 1970. Die Auswirkungen auf das Selbstverständnis des Staates, der nicht zuletzt zum Schutz der Juden vor genau dieser Art von Verfolgung gegründet wurde, sind verheerend und haben entsprechend zu einen grundlegenden Umdenken bezüglich der Koexistenz mit einem terroristisch geprägten Nachbarn geführt, der sein Territorium im Laufe seiner fast zwei Jahrzehnte währenden Autonomie zu einer gigantischen Militärmaschine ausgebaut hat. Seither verfolgt Israel das in jeder Hinsicht legitime Ziel, die Bedrohung durch eben jene Militärmaschinerie der palästinensischen Führung im Gazastreifen ein für alle Mal zu eliminieren.
Mythos „unschuldige Zivilisten”
Die oben erwähnte Tatsache, dass sich Zivilisten an den Verbrechen vom 7. Oktober beteiligt haben, lässt eine eindeutige Unterscheidung der Palästinenser aus dem Gazastreifen in Terroristen und Zivilisten schon nicht zu. Aber auch die Berichte der im Dezember 2023 freigelassenen Geiseln enthalten klare Hinweise darauf, dass die Zivilbevölkerung zumindest in Teilen vollumfänglich hinter den Terrororganisationen steht.
Ein objektiveres Bild liefert die Demoskopie aus den Monaten seit dem Pogrom vom 7. Oktober. So hat das in Ramallah ansässige Palestinian Center of Policy and Survey Research (PCPSR) im Gazastreifen und dem Westjordanland mindestens zwei relevante repräsentative Umfragen seit dem Pogrom durchgeführt, die eine umfassende Zustimmung zur Hamas und den Massakern vom 7. Oktober aufgezeigt haben. Dabei wurde ermittelt, dass selbst noch im März 2024 über 71% der Befragten im Gazastreifen die Massaker vom 7.10. für eine richtige Entscheidung halten:

Auch auf die Frage hin, wer nach dem Gaza-Krieg die Kontrolle über den Gazastreifen ausüben soll, sprechen sich im März 2024 immerhin 59% der Befragten im Gazastreifen (gegenüber 63% aller befragten Palästinenser) für eine Rückkehr der Hamas aus:

Ich selbst hatte Anfang März 2024 das Privileg, Khalil Shikaki, den Leiter des PCPSR, im Rahmen einer NAFFO-Delegationsreise in seinem Büro in Ramallah zu treffen, wo er uns die hier zitierten Umfrageergebnisse persönlich dargelegt hat. Dabei kam auch die Frage auf, ob denn nicht viele Befragte sich aus Angst vor Repressalien bei der Umfrage entgegen ihrer eigentlichen Überzeugung zugunsten der Hamas äußern würden und die Umfrageergebnisse insofern verzerrt seien. Khalils Antwort: ja, das stimme und die dadurch entstehende Verzerrung werde als sogenannter „fear factor” (Angstfaktor) mit demoskopischen Methoden gemessen sowie anschließend aus den Rohergebnissen der Umfrage herausgerechnet, so dass die hier wiedergegebenen Zahlen bereits die entsprechend korrigierten Werte darstellen!
Durch diese Umfrageergebnisse wird also schon mal ein wesentliches, in der westlichen Welt weit verbreitetes Narrativ widerlegt, nämlich jenes, laut dem die Zivilbevölkerung im Gazastreifen sich in weiten Teilen klar von den terroristischen Aktivitäten der Hamas distanziere und sich gar selbst von ihr unterdrückt fühle, so dass sie die Eliminierung der Hamas als Befreiung empfände. Obwohl also der Gaza-Krieg mit all seinen Folgen für die dortige Zivilbevölkerung zum Zeitpunkt der Umfrage bereits seit fünf Monaten andauerte, so dass man eine klare Schuldzuweisung für das erlebte Elend an die Hamas und damit den Wunsch nach ihrer Vertreibung aus der Regierungsverantwortung vermuten würde, halten fast drei Viertel der Menschen im Gazastreifen das Pogrom weiterhin für die richtige Entscheidung, und immerhin fast zwei Drittel der Menschen im Gazastreifen wünschen sich trotz alledem den Fortbestand des Hamas-Regimes!
Aus diesem Blickwinkel betrachtet relativiert sich auch der Begriff der „unschuldigen Zivilisten“, die bei den israelischen Militäraktionen gegen die Hamas und ihre militärische Infrastruktur zu Schaden kommen. Zwar geht aus den oben dargelegten Umfrageergebnissen nicht hervor, ob und inwieweit sich die Befragten dem gewaltsamen Kampf der Hamas gegen Israel anschließen würden. Wohl aber geht hervor, dass rund zwei Drittel der Befragten die Hamas bei ihrem Kampf gegen Israel nahezu uneingeschränkt moralisch unterstützen. Das begründet natürlich per se noch keine Schuld in juristischem Sinne, stellt aber zumindest rund zwei Drittel der zivilen Opfer des israelischen Kampfs gegen die Hamas weitgehend auf eine Stufe mit all jenen Nazi-Unterstützern, die im Zweiten Weltkrieg durch alliierte Angriffe auf die deutsche Zivilbevölkerung zu Schaden gekommen sind – eine Gruppe also, denen das Mitleid der freien Welt seinerzeit nicht gegolten hat. Für mich persönlich spreche ich diesbezüglich in aller Klarheit: um jeden Gazaner, der angesichts der unerträglich grausamen Bilder vom Pogrom des 7. Oktober auch nur einen Hauch von Freude empfunden hat, tut es mir nicht leid, wenn er im Rahmen der aktuellen Kampfhandlungen zu Schaden kommt. Solche Menschen braucht die Welt nicht.

Übrigens: der vorgenannte Vergleich der Hamas mit den Nationalsozialisten ist dabei keineswegs einfach nur illustrativ. Tatsächlich stand die 1928 gegründete Muslim-Bruderschaft, aus deren Mitte der Hamas-Gründer Scheich Achmed Jassin hervorgegangen ist und auf deren Wurzeln sich die Hamas-Charta mehrfach beruft, den Nationalsozialisten von Anfang an Nahe und hat sich in Teilen ihrer Ideologie von den Nazis inspirieren lassen. Auch pflegten einschlägige Figuren der Muslim-Bruderschaft (mit der übrigens der türkische Staatschef Erdoğan offen sympathisiert) in den späten 1930er und frühen 1940er Jahren enge persönliche Kontakte mit diversen Nazigrößen. Nicht zuletzt deshalb ist die Hamas-Charta von 1988 gespickt mit juden- und israelfeindlichen Inhalten und ruft insbesondere in ihren Artikeln 7, 8, 15, 30 und 32 offen zur gewaltsamen Vernichtung Israels und dem Endziel des Tods aller Juden auf. Unter diesem Blickwinkel kann die Hamas also durchaus als eine Art palästinensischer Ableger der Nationalsozialisten betrachtet werden, so dass der Vergleich ihrer Anhänger mit den seinerzeitigen Nazianhängern keineswegs aus der Luft gegriffen ist.
⇒ FAZIT: der überwiegende Teil der Zivilisten im Gazastreifen steht hinter den Verbrechen der Hamas und ihrer von den Nazis inspirierten Judenhass-Ideologie. Ganz so unschuldig sind diese Zivilisten damit also nicht, zumal eine unbekannte Zahl von ihnen am 7.10.2023 in israelischen Dörfern mit geplündert und gebrandschatzt hat.
Mythos „mangelnde Verhältnismäßigkeit“
Ein viel zitierter Begriff bei der Bewertung der seit dem 7.10.2023 lancierten israelischen Militäroperation „Eisernes Schwert“ ist derjenige der „Verhältnismäßigkeit“. Es wird dabei immer wieder das Narrativ verbreitet, der bei den Angriffen hervorgerufene Kollateralschaden unter der Zivilbevölkerung im Gazastreifen stehe in keiner zu rechtfertigenden Verhältnismäßigkeit zu dem, was die palästinensischen Terrororganisationen im Rahmen des Pogroms vom 7. Oktober begangen hätten – zumindest aber in keinem Verhältnis zum grundsätzlichen Recht auf Selbstverteidigung. Auf die bereits oben untersuchte Frage, inwieweit es sich dabei überhaupt um unschuldige Zivilisten handelt, möchte ich dabei jetzt nicht nochmals eingehen. Auch nicht darauf, dass die von den Hamas-Behörden veröffentlichten Opferzahlen mit größter Skepsis zu betrachten sind.
Vielmehr bewegt mich, dass diese Sichtweise auf einem grundsätzlichen Missverständnis des Verhältnismäßigkeitsbegriffs beruht, den die hierfür maßgebliche Genfer Konvention festlegt. Statt einer Betrachtung der absoluten Zahl ziviler Opfer auf beiden Seiten des Konflikts bezieht sich der Verhältnismäßigkeitsbegriff in der Genfer Konvention vielmehr auf jede einzelne militärische Aktion. Für eine solche muss demnach der erwartete militärische Nutzen der jeweiligen Aktion in einem angemessenen Verhältnis zum erwarteten zivilen Kollateralschaden stehen. Gleichzeitig ist darauf zu achten, dass die Zivilbevölkerung nach Möglichkeit die Gelegenheit erhält, sich aus der Gefahrenzone eines drohenden Angriffs zurückzuziehen. Die Entscheidung, ob ein Angriff in diesem Sinne verhältnismäßig ist, muss also vor jedem einzelnen Angriff anhand der jeweils vorliegenden (und selten wirklich akkuraten bzw. vollständigen) Informationen über die militärische Lage und die etwaig beeinträchtigte Zivilbevölkerung getroffen werden — gewissermaßen also im sprichwörtlichen „Eifer des Gefechts“. Dennoch hat das israelische Militär nach Einschätzung einschlägiger Experten einen wirksamen Apparat zur Beurteilung der Verhältnismäßigkeit gemäß Genfer Konvention bei Angriffen im Gazastreifen installiert, durch den die Wahrung der so definierten Verhältnismäßigkeit bisher sichergestellt werden konnte. Das schließt selbstverständlich nicht aus, dass im Einzelfall auch schon mal ein sich im Nachhinein als unverhältnismäßig herausstellender Angriff freigegeben wird, weil die vorliegenden (wie gesagt: meist unvollständigen) Daten letztlich zu einer Fehleinschätzung der Verhältnismäßigkeit geführt haben. Aber wir reden ja hier auch nicht von gemütlichen Planspielen in den Bürostuben altgedienter Militärstrategen, sondern von laufenden Kampfhandlungen mit Entscheidungszeitfenstern im Sekundenbereich und prinzipbedingt unvollständigen Entscheidungsgrundlagen. So ist es nun einmal im Krieg, den man daher besser gar nicht erst provoziert.
Übrigens: sogar in absoluten Zahlen gerechnet gehört das gegenwärtig für die israelischen Aktionen im Gazastreifen vermutete Verhältnis getöteter Milizionäre zu getöteten Zivilisten zum Niedrigsten, was in der bisherigen Militärgeschichte jemals erreicht wurde. So wird dieses Verhältnis anhand der teils schwer zu verifizierenden Angaben der Kriegsparteien derzeit auf etwa 1 zu 1,2 geschätzt. Im Vergleich dazu lag dieses Verhältnis etwa bei der in den Jahren 2016–17 hauptsächlich vom US-Militär getragenen Bekämpfung der IS in Mossul bei rund 1 zu 2,5. Insbesondere der Umstand, dass die Hamas ihre militärische Infrastruktur im großen Stil bewusst in bzw. unter zivilen Einrichtungen unterbringt, ihre Kämpfer in ziviler Kleidung unter die Bevölkerung mischt und Zivilisten gewaltsam daran hindert, sich aus Angriffsgebieten zurückzuziehen — alles Handlungen die ausdrücklich gegen die Genfer Konvention verstoßen — ist die von der israelischen Armee bisher erreichte extrem niedrige Kollateralschadenquote eine besonders hervorzuhebende Leistung, die nicht selten um den Preis des Verspielens vorteilsträchtiger Überraschungseffekte durch entsprechende Vorwarnungen der Zivilbevölkerung erkauft wird.
⇒ FAZIT: die militärischen Aktionen der IDF im Gazastreifen erfüllen sehr wohl den Verhältnismäßigkeitsbegriff im Sinne der Genfer Konvention und führen zu militärgeschichtlich einmalig niedrigen Kollateralschadensquoten, die auch noch unter den denkbar schwierigsten Bedingungen dafür erreicht werden.
Mythos „Genozid” und „Vernichtungsfeldzug”
Nach dem, was ich eben zur ausnehmend zivilbevölkerungsschonenden Kriegsführung der israelischen Armee dargelegt habe, nimmt sich der vielfach erhobene Vorwurf, Israel führe einen „Vernichtungsfeldzug“ gegen die Bevölkerung im Gazastreifen oder begehe gar einen „Genozid“ an ihr, besonders perfide aus. Der Begriff „Genozid“ wurde im Jahre 1944 vom polnischen Anwalt Raphael Lemkin geprägt, der damit einen neuen Rechtsbegriff für eine Verbrechenskategorie schaffen wollte, die zuvor juristisch nicht erfasst worden war. Die fünf von ihm dabei definierten wesentlichen Bestandteile des Genozidbegriffs wurden 1948 in die Konvention der Vereinten Nationen über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes übernommen. Konkret handelt es sich dabei um die folgenden Bestandteile:
- Der Massenmord an einer bestimmten Gruppe
- Die Zufügung mentalen und körperlichen Schadens an den Mitgliedern dieser Gruppe
- Die planmäßige Verschlechterung ihrer Lebensbedingungen
- Die Umsetzung von Maßnahmen zur Verhinderung von Geburten innerhalb der Gruppe
- Die erzwungene Umsiedlung von Kindern der Gruppe zu Familien außerhalb der Gruppe
Als Genozid sind diese Handlungen allerdings nur dann zu werten, wenn sie in der nachweislichen Absicht begangen werden, die betreffende nationale, ethnische, rassische oder religiöse Gruppe zu vernichten. Insofern kann Israel schon wegen der fehlenden Absicht, die Palästinenser ganz oder teilweise zu vernichten, keinen Genozid an den Palästinensern begangen haben. Hätte Israel nämlich diese Absicht, so würde es sich den enormen Aufwand sparen, die Zivilbevölkerung im Gazastreifen vor konkreten Militäraktionen zu warnen und umzusiedeln, sowie Leben und Gesundheit der eigenen Soldaten im extrem gefährlichen Straßen‑, Häuser- und Tunnelkampf zu riskieren. Stattdessen würde es dabei viel eher auf Flächenbombardements oder den begrenzten Einsatz von Massenvernichtungswaffen setzen, wozu die israelische Armee ohne Weiteres in der Lage wäre und mit denen sich nicht zuletzt die immensen wirtschaftlichen Belastungen des Krieges drastisch reduzieren ließen.
Auch der vielfach erhobene Vorwurf, Israel wolle die Bevölkerung des Gazastreifens durch Abschneiden derselben von Nahrungs‑, Strom- und Wasserversorgung „aushungern“, ist objektiv betrachtet ungerechtfertigt. Die Koordinationsstelle für Regierungsaktivitäten in den Gebieten (COGAT) hat mehrfach nachgewiesen, dass genügend Hilfsmittel in den Gazastreifen gelangen, dort jedoch die Verteilung sowohl ungenügend organisiert ist, als auch von Angehörigen der Hamas bzw. des Palästinensischen Islamischen Dschihad gewaltsam verhindert wird, um die Hilfsgüter für eigene Zwecke zu horten. Auch völkerrechtlich betrachtet ist ein Staat, der sich militärisch gegen einen gewaltsamen Angriff verteidigt, in keiner Weise dazu verpflichtet, die Versorgung der Zivilbevölkerung im Territorium des Angreifers sicherzustellen. Es besteht lediglich die Verpflichtung, die Versorgung zu ermöglichen.
Immer wieder wird auch internationale Kritik am Vorhaben der IDF geübt, die verbleibenden Bataillone der Hamas in ihrer letzten Hochburg, der Stadt Rafah, militärisch zu eliminieren — vor allem mit Verweis auf die rund 1,4 Millionen Zivilisten, die zu Anfang der israelischen Militäroperationen dorthin evakuiert worden sind. Tatsächlich hat die IDF indessen keinen Zweifel daran gelassen, dass ein solcher Angriff erst erfolgen wird, wenn die Zivilisten in einen sicheren Bereich an der Küste des Gazastreifens evakuiert worden sind und zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Beitrags bereits über eine Million tatsächlich evakuiert.
Das gesamte Fundament der Kritik am israelischen Vorgehen im Gazastreifen richtet sich also offensichtlich gegen die Vorstellung, dass die Zivilbevölkerung unangemessen in Mitleidenschaft gezogen würde — und zwar mindestens in fahrlässiger wenn nicht gar in vorsätzlicher Weise. Beides ist jedoch nach den obigen Darlegungen objektiv falsch. Zwar steht außer Zweifel, dass die Zivilbevölkerung erheblich in Mitleidenschaft gezogen wird. Allerdings ist dies in aller erster Linie dem perfiden Vorgehen der Hamas geschuldet, die eigene militärische Infrastruktur gezielt in bzw. unter zivile Einrichtungen einzubetten und Zivilisten teils gewaltsam als menschliche Schutzschilder zu missbrauchen. Zudem trägt die Hamas aktiv zur Verschlimmerung der humanitären Notlage bei, indem sie Hilfslieferungen gewaltsam an sich zieht. Gemessen an diesem vorsätzlichen und klar völkerrechtswidrigen Vorgehen der Hamas, das eindeutig das Ziel verfolgt, die eigenen zivilen Opfer möglichst hoch zu treiben, um sie medienwirksam zur Dämonisierung Israels zu „vermarkten“, sind die zivilen Opferzahlen durch die Militäraktionen der IDF bisher erstaunlich gering geblieben.
Dass es dennoch unschuldige Opfer des Krieges in der palästinensischen Bevölkerung gibt, ist die unausweichliche Folge eines Krieges, den die Hamas mit bis heute kaum gebrochener Unterstützung ihrer eigenen Bevölkerung durch das Pogrom vom 7. Oktober begonnen hat und dessen zivile Opfer sie bewusst provoziert, um Israel medial als brutalen Schlächter darzustellen. Der israelischen Armee jetzt mit Verweis auf mögliche zivile Opfer den Angriff auf Rafah zu verwehren, würde der Hamas die Möglichkeit geben, sich über kurz oder lang zu reorganisieren und politisch wie militärisch langfristig zu überleben. Es wäre so, als würde man der Feuerwehr nicht erlauben, die letzten 25% eines Brandes zu löschen.
Wer das von Israel verlangt, ermuntert jede Terrororganisation und jeden Terrorstaat dieser Welt dazu, in Zukunft weitere Angriffe auf Staaten der westlichen Welt zu lancieren und anschließend einfach hinter der eigenen Zivilbevölkerung in Deckung zu gehen, wo sie sich dann — mit großer moralischer Unterstützung westlicher Gutmenschen — vor Gegenangriffen sicher fühlen dürfen. Eine solche Forderung bedeutet also letztlich die explizite Unterstützung und Förderung von Terrorismus nach dem Vorbild des Pogroms vom 7. Oktober! Das kann ja nun auch der obsessivste „Free Palestine”-Brüller auf einem der vielen derzeit von Palästinenserverstehern besetzten Unicampusse der westlichen Welt nicht ernsthaft wollen, oder?
⇒ FAZIT: alle objektiven Kriterien für einen etwaigen Genozid der IDF an den Palästinensern im Gazastreifen sind eindeutig nicht erfüllt. Israel geht es um die Eliminierung der palästinensischen Terrororganisationen, die sich feige hinter der eigenen Zivilbevölkerung verstecken. Israel ist auch nicht zur Versorgung der Zivilbevölkerung im Gazastreifen verpflichtet, sondern muss diese lediglich ermöglichen, was es auch im Rahmen seiner Einflussmöglichkeiten tut. Wer Israel von der Vollendung der Terrorbekämpfung abhalten will, macht die Terrororganisationen zu Gewinnern und schadet damit allen anständigen Menschen dieser Welt.
Ihr seht also: Israel kämpft gegen eine von großen Teilen ihrer Bevölkerung unterstützte, Nazi-inspirierte Terrororganisation, die Opfer in ihrer eigenen Zivilbevölkerung nicht nur in Kauf nimmt, sondern auf zynischste Weise sogar noch so viel wie möglich davon als mediale Munition gegen Israel provoziert. Und trotzdem macht die israelische Armee bei objektiver Betrachtung ihren Job besser, als jede andere Armee dieser Welt es bisher unter vergleichbaren Bedingungen hinbekommen hätte (sofern überhaupt je eine Armee unter derart perfiden Umständen kämpfen musste).
Es stellen sich daher zwei wesentliche Fragen: zum einen, welche Mentalität hinter dem zynischen Vorgehen der palästinensischen Terrororganisationen steckt und inwieweit diese Mentalität etwas mit der Identität der Palästinenser als Ganzes zu tun hat. Zum anderen, wieso Israels Image in der Welt trotz all dieser objektiv eindeutigen Tatsachen derzeit so schlecht ist wie noch nie zuvor.
Mit alledem wird sich der zweite Teil dieser Miniblogserie befassen, den Ihr unter diesem Link findet und der insbesondere alle Quellenangaben für beide Teile dieser Serie enthält.


Während ich diesen Beitrag fertigstellte wurden übrigens vier Geiseln in einer hochkomplexen konzertierten Aktion der IDF, des israelischen Inlandsgeheimdienstes und der Antiterrorabteilung der israelischen Polizei aus dem Gazastreifen befreit. Eine heldenhafte Aktion, die vermutlich Militärgeschichte schreiben wird und die gleichzeitig einen Silberstreif am Horizont in dieser niederschmetternden Zeit bildet. Ein Offizier der Antiterrorabteilung, Arnon Zamora, ist dabei ums Leben gekommen. Möge sein Andenken stets in höchsten Ehren gehalten sein!
Alles Liebe
Daniel
9.6.2024 Lieber Daniel, shalom, und beEzrat haSchem Chag Schawuot sameach, Dir Deiner ganzen Familie und dem ganzen Volk Israel überall.
Vielen Dank für Deinen wieder so faszinierenden Blog-Beitrag! Selten wird eine solche Fülle von Fakten so klar strukturiert dargestellt. Wenn die Faktenlage der Realität entspricht, kann man eher zu Problemlösungen schreiten.
Besonders bewegt bin ich von Deinen offenen Worten zur Aktualität:
„Silberstreif am Horizont in die¬ser niederschmetternden Zeit…“
Ergreifend.
Danke.
Du suchst Dir wohl oft gern besonders schwierige Thermen! Entweder Themen, wie die Madelbrot-Theorie, die extrem schwer einem Laien zu vermitteln ist, und Du es trotzdem meisterst. Oder eine emotional sensible und hochgeladene Thematik wie die der Corona-Pandemie.
Dieses Mal stellst Du Dir die Mamut-Aufgabe, ein Thema anzusprechen, bei dem jeder intuitiv glaubt, praktisch fast alles dazu zu wissen, und daher zu glauben neigen könnte, bereits gute Antworten und Meinungen dazu zu haben. Wieder einmal ist Dir mit Deiner eloquenten Ehrlichkeit und diplomatischen Bescheidenheit gelungen, sogar bei einem scheinbar abgedroschenen Thema (Israel-Hass) eine erneute Neugier zu wecken! Chapeau.
Deine charakteristische systematische Problembeschreibung und Faktendarstellung beginnt mit:
„Die entschiedene Widerlegung der genannten Nar¬rative anhand einer klaren Darlegung objektiv belegbarer Fakten.“
Und „Die schlüssige Darlegung der Tatsache, dass es nicht allein die Hamas ist, die sich die restlose Vernichtung des Staates Israel auf die Fahnen geschrieben hat…“
und mit „Die Klärung der Frage, warum die offensichtlich sachlich falschen Verunglimpfungsnarrative gegen Israel weltweit auf fruchtbaren Boden fallen…“.
Allein Deine kompakte und prägnante Formulierung fasst das zusammen, was Tausende Artikel seit langem anreißen, und zu umreißen versuchen, wobei Du hilfst, auf der Suche nach Wahrheit die Augen aufzureißen…
Deine Gabe, die Essenz zu vermitteln, ist ein wunderbarer Beitrag in dieser wirren Zeit von Politik und Medien, die zwischen Fakten, Fake News und Meinungen nicht mehr unterscheiden. Deine kompakten Schlussfolgerungen sind eine journalistische Augenweide:
„FAZIT: der überwiegende Teil der Zivilisten im Gazastreifen steht hinter den Verbrechen der Hamas und ihrer von den Nazis inspirierten Judenhass-Ideologie.“
„FAZIT: die militärischen Aktionen der IDF im Gazastreifen erfüllen sehr wohl den Verhältnismäßigkeitsbegriff im Sinne der Genfer Konvention“
„FAZIT: alle objektiven Kriterien für einen etwaigen Genozid der IDF an den Palästinensern im Gazastreifen sind eindeutig nicht erfüllt.“
Deine abschließende Frage „…wieso Israels Image in der Welt trotz all dieser objektiv eindeutigen Tatsachen derzeit so schlecht ist wie noch nie zuvor.“ Scheint mir eine ewige Frage zu sein, wie die Frage nach dem Antisemitismus. Obwohl die Frage bekannt ist, versuchen wir sie seit Jahrtausenden immer wieder zu beantworten. Daher bin ich bereits sehr auf Deinen zweiten Blogbeitrag dazu sehr gespannt. Insbesondere bin ich neugierig, zu lesen, welche konkrete Aufgaben sich aus diesen Erkenntnissen für Israel und für das jüdische Volk weltweit ergeben? Was können wir tun?
Ich bedanke mich herzlich für Deine Anregung, uns erneut mit den schmerzhaften Fragen zu befassen, auch wenn für deren Lösungen vielleicht sofortige Patentrezepte nicht leicht zu finden sind.
Lieber Daniel, Jischar Koach und herzlichen Dank.
Dein
Ari
Sehr klare Analyse und umfassende Darstellung dieses so oft verzerrt wiedergegeben Sachverhalts! Ein wichtiger Beitrag im Hinblick auf die vielen Fake News, die sonst so im Netz kursieren!
Schalom, lieber Daniel.
Ich möchte Dir zum fundierten Beitrag gratulieren. Du bringst viele Fakten und Argumente zusammen, die einem Leser die Situation und die Rechtmäßigkeit der Handlungen Israels erklären sollen. Das ist auch eine gute Unterstützung für die Gespräche z. B. in manchen politischen Gremien.
Gleichzeitig denke ich, dass eine wirksame Bekämpfung der beschriebenen „Schieflage” der öffentlichen Wahrnehmung nicht nur zum logischen und rationalen Denken bzw. zur Erkennung der Fakten appellieren soll. Ein einfaches Beispiel: Mit Argumenten kann man keinen Antisemiten bekehren oder überzeugen, dass die Juden nicht an allem Schuld sind. Warum? Weil diese Haltung nicht dem Bereich der Logik oder des rationalen Denkens zugeordnet werden kann. Ich behaupte nicht, dass alle Leute, die jetzt gegen Israel demonstrieren oder Israel kritisieren, Antisemiten sind. Das ist nur ein Beispiel dafür, dass bestimmte Vorstellungen, Meinungen, Vorurteile usw. auf einer anderen Ebene der Psyche sich befinden und entsprechend anderes begegnet und bekämpft werden müssen.
7.10 war ein katastrophales Ereignis für alle Sicherheitsdienste und bezeugte ein Versagen des ganzen stattlichen Apparates in Israel. Das ist unbestreitbar und muss zur gegebenen Zeit strafrechtliche und personelle Konsequenzen für die Führungsriege nach sich ziehen. Wir müssen aber gestehen, dass Israel auch danach den Medienkrieg komplett verloren hat. Diese Niederlage ist bitter und zeigt ein unentschuldbares Dilettantismus und Unfähigkeit der Politiker, der Diplomaten der Journalisten und der verantwortlichen Lobbyisten mit der öffentlichen Meinung in der Welt professionell zu arbeiten. Ich glaube nicht, dass wir keine Köpfe, die sich mit Massenpsychologie, Meinungsbeeinflussung, Werbung und Propaganda auskennen, haben. Die sind hier aber definitiv nicht am Werk beteiligt sondern womöglich sogar gegen Israel arbeiten. Auf jeden Fall die Propaganda gegen Israel funktioniert ganz gut.
Ich denke, es wäre jetzt die höchste Zeit nicht zu resignieren, sondern nach solchen Leuten zu suchen und dringendst die Gegenmaßnahmen einzuleiten.
Dein Benjamin
[…] dem ersten Teil meiner Minibeitragsserie zur aktuellen Lage in Nahost habe ich den […]